Als Franz Braun im Jahr 1990 das Weingut in Ranschbach von seinem Vater übernahm, war für ihn von Vorneherein klar, dass er es nur ökologisch würde bewirtschaften können. Denn während seiner Ausbildungszeit und einem Aufenthalt in den USA sah er immer wieder, welchen Einfluss der Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger auf das natürliche Gleichgewicht der Natur hat.
Der Anfang war nicht einfach - gute Informationen gab es wenige und auch an Akzeptanz oder Verständnis der anderen Winzer mangelte es oft.
Doch mittlerweile sind wir stolz, dass es uns möglich ist, köstlichen Biowein zu erschwinglichen Preisen herzustellen - ganz ohne unnötige Belastung der Umwelt. Dies ist einerseits mehr Erfahrung, aber auch besserer Technik zu verdanken - dazu einige Informationen:
Im Bio-Anbau haben wir mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie sie auch ein konventioneller Winzer hat. Denen versuchen wir in erster Linie mit unserer Erfahrung zu begegnen - eine ständige Kontrolle der Weinstöcke, sowie viele Schritte in Handarbeit. Damit wird eine gesunde, widerstandsfähige Rebe geschaffen, die die beste Grundlage für einen guten Biowein ist.
Leider können wir nicht ganz auf Hilfsmittel verzichten, eine Erklärung finden Sie hier:
- das Spritzen von Kupfer, Netzschwefel und Natriumhydrogencarbonat (Backpulver) gegen echten und falschen Mehltau. Seit zwei Jahren benutzen wir ein computergesteuertes Tunnelsprühgerät, das nicht genutztes Spritzgut einfängt und dem Sprühkreislauf wieder zuführt. Somit kann der Verlust, also eine unnötige Belastung der Natur, weitestgehend vermieden werden. Das Spritzen wird rechtzeitig vor der Reife der Trauben eingestellt, um Rückstände auf den Trauben zu vermeiden.
- die sogenannte "Verwirrtechnik" gegen den Traubenwickler. Kleine Pheromonpräparate (Duftstoff) werden in den Weinbergen verteilt. Da der Traubenwickler die Pheromone zur Partnersuche benutzt, wird er verwirrt, und es werden keine Eier in den Weinbergen gelegt, aus denen Larven schlüpfen, die die Reben schädigen.
- viele Nützlinge, die durch die giftfreie Bewirtschaftungsweise einen Lebensraum sowie Nahrung vorfinden. Dazu gehören unter Anderem Spinnen, Marienkäfer und auch Vögel.
Um auf den Einsatz von Kunstdüngern verzichten zu können, wird auf den Zeilen zwischen den Reben regelmäßig Gründüngung, wie Lupinen, Raps oder Klee aufgebracht, welche dann in den Boden eingearbeitet wird. Gleichzeitig wird der Boden gelockert und belüftet.
Das Ergebnis ist ein reichhaltiger, gesunder Biowein, der durch sein rundes Aroma und sanfte Säure besticht.
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