Warum ist Sulfit im Wein?

Schwefel im Wein ist nichts Neues. Wein wurde schon vor 2000 Jahren geschwefelt und dies ist unbedingt notwendig, um einen qualitativ hochwertigen Wein zu erzeugen. Der Schwefel verhindert, dass Wein oxidiert und braun wird. Ebenfalls wirkt er entkeimend und schützt vor schädlichen Bakterien und Schimmelpilzen. Dadurch erreicht man, dass der Wein gesund, frisch und lagerfähig bleibt und sich geschmacklich optimal entwickelt. Gänzlich schwefelfreie Weine gibt es nicht, da als Nebenprodukt der Gärung unter anderem Schwefeldioxid (SO²) entsteht. Das Deutsche Weingesetz hat zulässige Höchstwerte der Schwefelzugabe – zwischen 175 und 400 Milligramm pro Liter – festgelegt. Der durschnittliche Sulfitwert in unseren Weinen liegt bei etwa 30 Milligramm pro Liter - denn wir versuchen, die Schwefelzugabe möglichst gering zu halten.
Weine, die nach dem 25.11.2005 abgefüllt wurden und eine Sulfit-Konzentration von mehr als zehn Milligramm pro Liter enthalten, sind gemäß einer EU-Richtlinie deklarationspflichtig. Sulfite sind an für sich keine richtigen Allergene, jedoch kann es bei besonders empfindlichen Personen zu Unverträglichkeiten kommen.
Der menschliche Körper ist den Umgang mit Sulfiten gewöhnt, denn er produziert täglich etwa 2500 Milligramm Schwefeldioxid aus Nahrungseiweißen und muss zusätzlich noch das Schwefeldioxid aus der Luft bewältigen. "Körpereigener" Schwefel ist demnach erheblich mehr vorhanden als der, der durch den Wein zugeführt wird.

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