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Biowein - Lage Seligmacher:

Ranschbach

Ranschbach findet 1299 erstmals urkundliche Erwähnung. Es liegt zu Füßen des Neukasteller Berges an einer alten Römerstraße, die zur Burg Trifels führte. Außerhalb des Ortes befindet sich die Kaltenbrunn Quelle, die ein heidnisches Heiligtum gewesen sein soll. Dort wurde von den Christen eine noch heute frequentierte Marienkapelle errichtet. Der Hausberg der Gemeinde ist der Seligmacher; ein Weinberg.
Über die Etymologie seines Namens gibt es verschiedene Deutungen:
Möglicherweise ist Selig von sigen = rinnen, fließen; abgeleitet denn die Kleingewanne Seligmacher ist eine feuchte Mulde;
Denkbar wäre ebenfalls die Beziehung zu salache, mhd. salche, Selche - der Palmweide
oder von.sääle = anbinden der Reben mit Weidenruten. Sälich war ein Gebiet in welchem Reben auf solche Weise angebunden waren.
-macher wäre das deutsche Synonym des lateinischen "maceria" - Trockenmauer, Weinbergsmauer.
Letzlich sind diese Erklärungsmodelle aber unbefriedigend.
Das Wort selig stammt aus dem althochdeutschen "sâlig, salic bzw. salich. Im Mittelhochdeutschen saelec, saelic, vereinzelt seilg (14 Jahrh.) Es hat nicht die gleiche Wurzel wie See (ahd.: se(o) mhd.: se)
Einer der Bedeutungen von selig bezieht sich auf das ewige Heil der Seele,-unter dem Einfluß der lutherschen Bibelübersetzung wird diese Bedeutung verstärkt.
Im Neuhochdeutschen erscheint dann in der gehobenen Sprache im außer religiösem Gebrauch selig im Sinne von "sich einem tiefen spontanen Glücksgefühl hingegeben."
Kloppstock etwa spricht im Messias von "der seligen Tugend"; und neben Goethe oder Bettina von Armin dichtet Uhland: " hat er süßes zu erwarten,
wird die Nacht ihm selig sein?"
Doch schon das 15 Jahrhundert kannte den außerreligiösen Sinn des Wörtchens selig: "befreit, los von einer Zwangslage." Hier schließt nun die Bedeutung "fördernd, beglückend, vom Erfolg begünstigt - sowohl in Bezug auf äußeres als auch innneres Glück" an.
1597 vermerkt Wirsungs Arzneibuch: "es heißt vom Schlaf, er: macht König und eigen Leut, fröhlich und traurig, glich selig."
Schon hier taucht die Kombination von selig machen explizit auf, erstmals neben dem kirchlich besetzten Synonym für Jesus Christus: "salichmacher" (bezeugt im 15. Jahrhundert).
In jenem Sinne und in Anlehnung an diese Bedeutung ist verschiedenen Dialekten schon früh die Bedeutung von selig im Sinne von betrunken bekannt: einen selig machen, berauscht;.
In Holstein hieß es von einem Betrunkenen: "he is so seelig, he kennt sinen Gott nig."
Der Grimm vermerkt hierzu: "man hat das Wort in dieser Anwendung als in übertragenem Sinne gebrauchtes niederdeutsches 'sölig, schmutzig. sälig' auffassen wollen, was gestützt wird durch 'sik besölen', sich vollsaufen. Doch spricht das häufige Vorkommen von 'selig, betrunken' auf hochdeutschem Sprachgebiet gegen diese Ansicht, bei der die Abneigung gegen solche Übertragung eines vorwiegend kirchlichen Worts mitzuwirken scheint."
Selbst wenn man annähme dass die Bedeutung von einem Gebiet in welchem Reben mit Weidenruten angebunden wurden Initiant gewesen sein soll, oder unter Umständen auch die anderen Eingangs angeführten Ursprünge - so ist die enge Bindung von seligmachen im Sinne von "ein Wein der selig macht" nicht von der Hand zu weisen. Und dies eben ist unser "Seligmacher"