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Peer Gynt wer kennt es nicht...
Im September vor 100 Jahren starb der Komponist: Edvard Grieg Am 15. Juni 1843 in Bergen (Norwegen) geboren erhielt Edvard Grieg bereits ab dem sechsten Lebensjahr Musikunterricht von der Mutter. Mit 15 Jahren begibt er sich nach Leipzg um dort Musik zu studieren. Dies geschah unter anderem auf Grund einer Empfehlung des Violinvirtuosen Ole Bull, der Paganini des Nordens. Zwei Jahre darauf zwingt ihne eine Brustfellentzündung, die einen Lungenflügel zerstört sein Studium abzubrechen und 1862 nach Bergen zurück zu kehren. Am 21.Mai 1862 debütiert Grieg als Komponist unter anderem mit Ausschnitten aus dem 1. Streichquartett und den Klavierstücken Op.1. Im darauffolgenden Jahr zieht Grieg nach Kopenhagen dort begegnete er u.a. Rikard Nordraak. Es gährt und quillt - Grieg selbst erinnerte sich "Wir verschworen uns gegen den Gadeschen, mendelsohnvermischten weichlichen Skandinavismus und schlugen mit Begeisterung den neuen Weg ein, auf welche die nordische Schule sich jetzt befindet." Die Rede ist von "Euterpe", der ebensowenig wie Nordraak die Bedeutung zukommen wie lange behauptet. Was prägend für Grieg war: Der Gedanke seinen Freund in der Not verlassen zu haben - Grieg war im Dezember 1865 zu einer Italienreise aufgebrochen und nicht mehr zum Freund zurück gekehrt, der am 20.März 1866 starb - dieser Gedanke quälte Grieg vor allem in seinen Deppresionen bis zu seinem Tode.
Italien, war die Begegnung u.a. mit Ibsen - diese Beziehung blieb jedoch lange Zeit lau. Keineswegs lau war die Haltung gegenüber Listzs Werken, die Grieg in jenen Tagen kennenlernte: "Affektiert, kränklich, form-, gedanken- und ideenlos..., ein trauriger Beweis für den Verfall der neueren deutschen Musik" chrieb er am 4. Jan. 1866 zu dessen Stabat mater in sein Tagebuch. Es verdichtet und verstärkt sich weiterhin das Bemühen um das Volkslied.1867 heiratet Grieg, finanziell ist er nicht gesichert, man reckt sich... Im Gegensatz zu seinem ersten Förderer Ole Bull, der 1831 in Paris vorbehaltlos die Musik und das Gebaren eines Paganinis verehrte. 1869 stellt Grieg sein Klavierkonzert in A-moll vor.
1874 beginnt Grieg mit der Arbeit an Ibsens Peer Gynt die am 24 Februar 1874 als Premiere über die Bühne geht. Nun ist Grieg der Wegbereiter - zumindest sah er sich so - der Pflege und Förderung Norwegischer Musik, was vorab gegen die dominante deutsche Romantik, die Wiener Klassik sowie die Französische Musik zu verstehen ist. "Norwegisches Volksleben, norwegische Sagas, norwegische Geschichte und die mich umgebende norwegische Natur, beeinflussten meine schöpferische Arbeit maßgeblich seit meiner Jugend." erinnerte sich Grieg im Rückblick.
Bald wächst Griegs Ruhm. Er empfindet die Enge Oslos begibt sich immer wieder auf Reisen. Ab 1903 verschlechterte sich Griegs Gesundheitszustand. Seine Depressive Stimmungen, die ihn schwer behinderten und selbst in leicht fröhlichen Stücken den Hintergrund bilden, etwa in OP. 65 den Hochzeitstag auf Troldhaugen schlägt um, wird immer belastender. Im Sommer 1907 spielt er mit dem Gedanken an Selbstmord. Schließlich stirbt er, an einem Lungenemphysem, am 04.09.1907 im Krankenhaus in Bergen. Jener Stadt, der er seinen Nachlass hinterließ mit der Auflage ihn öffentlich zugänglich zu machen.
Er verschied, der Welt den schönsten Morgen hinterlassend, den sie bis dahin gehört hatte...
Biowein-News vom: 12.09.2007