Der warme, feuchte Sommer hatte in den vergangenen Wochen zu einer rasanten Entwicklung in den Weinbergen geführt. Aber trotz Dauerregen und des wechselhaften Wetter im September haben sich die Trauben gut entwickelt.
Die Rebenentwicklung liegt derzeit nahezu im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahren. Zu einem geringerem Fruchtansatz hatte die kühle Witterung während der Blütezeit geführt. Auch die heftigen Gewitter mit Hagelschlag hatten dieses Jahr je nach Region und Lage ihren Tribut gefordert. Pfalzweit ist mit einer mittleren Erntemenge zu rechnen. Aber die gute Wasserversorgung und die damit verbundene gute Verfügbarkeit der Nährstoffe lassen auf einen fruchtbetonten, mineralreichen Jahrgang 2010 hoffen.
Mit diesem Wochenende hatte sich auch endlich der Altweibersommer zurückgemeldet. Herrlicher Sonnenschein und Temperaturen bis zu 24 Grad lassen das Winzerherz wieder höher schlagen. Damit können die später reifenden Rebsorten, wie Riesling und die Burgunderweine weiter reifen, Sonne speichern und Säure abbauen.
Wie jedes Jahr heißt es Geduld haben und Daumen drücken, damit ein guter Biowein eingefahren wird.
Die Haupt-Weinlese in der Pfalz hat begonnen. Mit einem Reifevorsprung gegenüber dem langjährigen Mittelwerten, hat die Lese ungefähr 10 Tage früher begonnen. Diese Woche hatten wir die ersten,weißen Traubensorten geerntet, wie Morio Muskat und Müller-Thurgau. Aber auch die rote Rebsorten Dornfelder und Regent wurden schon zum Teil gelesen und liegen zur Zeit im Maischetank, wo diese je nach Verlauf 8 – 10 Tage lagern und dann erst abgepresst werden. Die Öchsle-Grade sind sehr zufriedenstellend. Wir haben beim Müller-Thugau über 90 Grad gemessen und beim Dornfelder 80 Grad. Die späten Sorten, wie der Riesling befindet sich nach wie vor auf einem hohen Säureniveau und kann weiter reifen. Auch das Wetter ist wie im Bilderbuch für unseren Biowein, denn die sonnige, trockene Herbstwetter wird auch in den nächsten Tagen uns erhalten bleiben.