10. Juni 2010
Gestern wurden Weinberge in der Pfalz durch heftigen Hagel stark geschädigt. Nachdem es an dem Tage sehr heiß war, kam es gegen 20 Uhr zu einem starken Gewitter mit zum Teil Sturmböen und Hagelschlag. Die Hagelkörner waren zum Teil so groß wie Taubeneier. Es wurden gebietsweise ganze Weinberge verwüstet. In geschützeren Lagen kam es zum Glück zu wenig Einschlag.
Leider wurden auch einige Weinberge von unserem Bioweingut geschädigt. Wie groß nun der Schaden tatsächlich ist, werden erst die nächsten Wochen zeigen.
21. April 2010
Mit den frühlingshaften Temperaturen in den letzten Tagen kommt auch wieder Leben in den Weinberg. Bei ganz frühen Rebsorten sind nun auch schon wieder die ersten Austriebe zu beobachten. Die Hauptzeit der Austriebe im Weinberg wird wohl wieder in die letzte Aprilwoche bis Anfang Mai fallen. Mit dem Reben-Autrieb steigt aber auch die Frostgefahr im Weinberg.
Doch die nächte Arbeitsschritte warten auf uns Winzer schon: Eine mechanische Bodenlockerung regt das natürliche Bodenleben an. Die Einsaat von Begrünung oder selbst wachsende Pflanzen unterstützen die natürliche Aktivität des Bodens.
Überhaupt hat sich in den Weinbergen in der Pfalz ein Bild von satten Grün breitgemacht. Der Löwenzahn und weitere Wildkräuter blühen bunt und setzten der Natur wunderbare Farbtupfer auf.

Wie jedes Jahr ist die Arbeit im Bioweinberg aufregend und schön zugleich!
27. Januar 2010
Schon seit Wochen bestimmen frostige Temperaturen und Schnee das Bild im Weinberg in der Pfalz. Aber auch in dieser Zeit bleibt dem Winzer nicht viel Freizeit, denn die Reben müssen geschnitten werden. Der Rebschnitt ist nach der Traubenlese, eine der intensivsten Arbeitsphasen im Jahr. Beim Rebschnitt werden die Grundvoraussetzungen für einen optimalen Qualitätsweinbau gelegt. Durch diese Maßnahme wird die Höhe des Ertrages sowie die Traubenqualität entscheidend beeinflusst. Die Zielsetzung des Schneidens ist, den Weinberg so zu gestalten, dass dieser über mehrere Jahre hindurch ertragreich bleibt. Dabei ist aber auch zu achten, dass eine rezuzierte Anzahl an Trieben am Rebstock verbleiben. Denn nur dadurch ist gewährleistet, dass eine hohe Qualiät von Biowein geerntet werden kann.
Im Bild oben unser Weißburgunder Sekt, naturgekühlt!
Bild unten: Weinberg nach Rebschnitt

16. Oktober 2009
Gestern wurde nochmal in der Pfalz kräftig per Handlese Trauben geerntet. Die Rebsorte Chardonnay musste noch gelesen werden und wurde heute verarbeitet. Chardonnay ist eine der populärsten Rebsorten der Welt. Sie ist in praktisch allen Ländern vertreten, die Weine anbauen und besetzt weltweit eine Anbaufläche, die nahezu der des Rieslings entspricht. In Deutschland wird circa 1.100 Hektar Anbaufläche mit Chardonnay angebaut und auch in der Pfalz findet dieser Weißwein immer mehr Wein- Liebhaber.

Die Tage vorher hatten wir Merlot und Cabernet Sauvingon geerntet und auch die noch unbekannte Rebsorte Sauvignon Tin. Der Sauvignon Tin ist eine pilzresistente Sorten, die auch im Biowein-Anbau gerne angebaut wird.
Vor fast genau 4 Wochen hatten wir mit der der Weinlese von Regent begonnen und nun beendet. Gerade rechtzeitig um das schöne Herbstwetter noch auszunutzen und die Trauben bei trockenem Wetter nach Hause zu bringen.

Spitzenreiter bei den Öchslegraden war übrigens der Chardonnay mit 105 Grad Öchsle.
5. Oktober 2009
Die Trauben in Weinberg vom Weingut Franz Braun aus der Pfalz wird heute ganz traditionell von Hand gelesen. Mit vielen Helfern geht es in den Weinberg. Es ist ein schöner Herbsttag mit herrlichem Sonnenschein, optimal für unseren Biowein. Was braucht es da einen Vollernter?

25. September 2009
Die Haupt-Weinlese in der Pfalz hat begonnen. Mit einem Reifevorsprung gegenüber dem langjährigen Mittelwerten, hat die Lese ungefähr 10 Tage früher begonnen. Diese Woche hatten wir die ersten,weißen Traubensorten geerntet, wie Morio Muskat und Müller-Thurgau. Aber auch die rote Rebsorten Dornfelder und Regent wurden schon zum Teil gelesen und liegen zur Zeit im Maischetank, wo diese je nach Verlauf 8 – 10 Tage lagern und dann erst abgepresst werden. Die Öchsle-Grade sind sehr zufriedenstellend. Wir haben beim Müller-Thugau über 90 Grad gemessen und beim Dornfelder 80 Grad. Die späten Sorten, wie der Riesling befindet sich nach wie vor auf einem hohen Säureniveau und kann weiter reifen. Auch das Wetter ist wie im Bilderbuch für unseren Biowein, denn die sonnige, trockene Herbstwetter wird auch in den nächsten Tagen uns erhalten bleiben.
4. September 2009
Der Blick in den Weinberg verspricht für den Jahrgang 2009 eine ausgesprochene gute Ernte. Der August hatte in diesem Jahr mit viel Sonnenschein und wenig Regen für eine sehr gute Reife der Trauben beigetragen. Die nächsten Tage versprechen zwar eine etwas kühlere Witterung, aber eine Wetterbesserung ist laut Wettervorhersage in Sicht. Die Traubenreife liegt im Moment in unseren Weinbergen etwa auf dem Stand vom Vorjahr. Erste Messungen begaben bereits folgende Ergebnisse: Unser Spätburgunder hat bereits eine Traubenreife von 85 Grad Öchsle und der Grauburgunder liegt bei 80 Grad. Neben der Qualität sieht auch die Erntemenge viel versprechend aus. Die Reben im Weinberg waren im Frühjahr gut verblüht und den Sommer über gut gereift. Einzig ein Hagelschauer im Juli hatte unsere Weinberge etwas Schaden zugefügt. Aber die von Hagelkörner getroffene Traubenbeeren trockneten in der Regel schnell aus und waren in diesem Sinne eine natürliche Mengenregulierung. Die Voraussetzungen für einen außergewöhnlich guten Biowein Jahrgang 2009 sind gut, die Ernte kann beginnen.
