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Bio: Verjus - Willkommen bei der Renaissance eines Klassikers:

Verjus | Herstellung | Geschichte | Geschmack | Gesundheit | Rezepte | Das Etikett


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Verjus oder Agrest, wie man die Würze im Mittelalter nannte, war - wie so vieles was den Wein und seinen Ursprung betrifft - schon in Mesopotamien bekannt war. Hippokrates berichtete bereits um 400 v. Chr. von der Wirkung des Verjus.

Auch im Morgenland war Agrest bekannt, wie " Minhāg al-bayān fimā yasta" von Ibn Ğazla bezeugt. In diesem Werk, an Avecenna erinnernd, werden Nahrungsmitteln und Kur- bzw. Fastenmitteln aufgelistet. Dort findet sich unter anderem Agrest erwähnt. Uns ist eine lateinische Übersetzung dieses Werkes vom späten 13 Jahrhundert bekannt.

Das Wort taucht sowohl im Mittellateinischen (agresta), wie auch im Mittelhochdeutschen (agrasz, oder agrosz) auf. Zunächst bezeichnete es eine Brühe aus unreifen Obst. Um 1490 ist dann Agrest nachweisbar und in vielen Schriften zu finden.

Der Begriff verjus - stammt aus dem Französischen (=grüner Saft).

Bis ins 18. Jahrhundert oder besser dessen Ende läßt sich der grüne Beeren Saft verfolgen, dann wird er langsam verdrängt.

In der Medizin auf Grund der rasend voranschreitenden Pharmakologie - aus der Küche, da sich allmählich andere Interessen und Geschmäcker bilden. Nur vereinzelt, regional ist Verjus noch anzutreffen.

Zeit also für eine Neuentdeckung!